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Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Gesamtverkehrsangelegenheiten
Titel
Abc
Autorinnen
Unfallstatistik Niederösterreich 2007
Im Jahr 2007 ist es erstmals gelungen, die Zahl der Verkehrstoten in Niederösterreich auf unter 200 zu senken. Das ist ein Hinweis darauf, dass unser Weg in der Verkehrssicherheit stimmt. Ich möchte daher allen, die ihren Beitrag dazu geleistet haben, aufrichtig danken. Dennoch ist die positive Statistik kein Ruhekissen – ja sie darf es gar nicht sein. Denn jeder Unfall, jeder Verletzte und jeder Tote ist einer zuviel. Daher werden wir von Seiten des Landes unsere Strategie konsequent fortführen. Zum einen legen wir großes Augenmerk auf den Ausbau der Infrastruktur. Wobei für uns nicht nur große, überregionale Verkehrsprojekte wichtig sind, sondern jedes noch so kleine Verkehrsvorhaben ein bedeutsamer Beitrag zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen ist: der Kreisverkehr, der mehr Sicherheit bringt; der Radfahrweg, der mehr Schutz bietet; die Ortsumfahrung, die Entlastung schafft.
Auf der zweiten Seite konzentrieren wir uns gezielt auf Unfallhäufungspunkte, wie etwa auf unbeschrankte Eisenbahnkreuzungen, wo wir gemeinsam mit dem Verkehrsministerium ein umfangreiches Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit geschnürt haben. Und nicht zuletzt wird durch gezielte Verkehrssicherheitsaktionen, wie etwa durch die Aktion Schutzengel, versucht, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen. Die jährliche Unfallstatistik liefert wie immer wichtige Rückschlüsse und Orientierungshilfen für weitere Ansatzpunkte unserer Sicherheitsmaßnahmen. Aber wie immer die statistischen Fakten auch aussehen – wenn es um mehr Verkehrssicherheit geht, dann gibt es nur eine Devise: gemeinsam hart weiterarbeiten.
Unfallstatistik Niederösterreich 2007
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Unfallstatistik Niederösterreich 2006
Noch nie wurde in Niederösterreich so viel in den Aufbau der Straßeninfrastruktur investiert wie das gegenwärtig der Fall ist. Alleine 2007 werden insgesamt 500 Mio. Euro dafür investiert. Wobei für uns nicht nur große, überregionale Verkehrsprojekte wichtig sind, sondern jedes noch so kleine Verkehrsvorhaben ein bedeutender Beitrag zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen ist: der Kreisverkehr, der mehr Sicherheit bringt; der Radfahrweg, der mehr Schutz bietet; die Ortsumfahrung, die Entlastung schafft.
Durch diese umfassende und umsichtige Verkehrspolitik wurden in Niederösterreich in den letzten Jahren mehr als 1.000 gefährliche Verkehrspunkte entschärft. Zusätzlich tragen auch der Einsatz von mobilen Tempoanzeigen im Ortsgebiet oder die Neugestaltung von Ortsdurchfahrten wesentlich zur Verkehrssicherheit bei. Und nicht zuletzt wird durch gezielte Verkehrssicherheitsaktionen, wie etwa durch die Aktion Schutzengel, versucht, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen.
Wichtige Rückschlüsse und Orientierungshilfe für weitere Ansatzpunkte unserer Sicherheitsmaßnahmen liefert das umfangreiche Zahlenmaterial der jährlichen Unfallstatistik. Die statistischen Fakten, wie immer sie auch aussehen, sind aber gleichzeitig Mahnung und Auftrag an alle Verantwortlichen, nicht locker zu lassen sondern konsequent weiter zu arbeiten, wenn es um mehr Verkehrssicherheit, insbesondere für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, geht. Denn jeder Unfall, jeder Verletzte und jeder Tote ist einer zuviel.
Unfallstatistik Niederösterreich 2006
Unfallstatistik Niederösterreich 2008
Das Jahr 2008 spiegelt die umfassende und umsichtige Verkehrspolitik der letzten Jahre wider. Die Verkehrsunfälle sind weiter rückläufig, ebenso die Zahl der Verkehrstoten. Seit Einführung des amtlichen Unfallzählblattes im Jahr 1961 hat es noch nie so wenige Tote auf unseren Straßen gegeben. Besonders erfreulich ist, dass erstmals seit den letzten 15 Jahren auf Niederösterreichs Straßen kein Kind tödlich verunglückt ist. Die statistischen Zahlen sind für uns eine Herausforderung und ein Auftrag zugleich auch weiterhin mit viel Engagement und Weitsicht hart daran zu arbeiten um diese positive Entwicklung fortzusetzen.
Wenn es um Verkehrssicherheit geht, bedeutet das Verantwortung zu übernehmen. Es gilt Gefahren aufzuspüren und sie zu beseitigen. Daher werden wir von Seiten des Landes unsere Strategie konsequent fortführen und die nötigen Mittel zur Verfügung stellen: Einerseits für Investitionen hochrangiger Infrastruktur, und andererseits für die Entschärfung von Unfallhäufungsstellen. Der Ausbau des umfassenden Radfahrnetzes, Ortsumfahrungen für mehr Lebensqualität oder der neu errichtete Kreisverkehr, der mehr Sicherheit bringt – all das sind wesentliche Projekte für den Schutz eines jeden von uns. Ein weiterer Teil der Verkehrssicherheitsarbeit sind gezielte Konzepte, wie etwa die Aktion Schutzengel, die versucht, den Blick für die Gefahren im Straßenverkehr zu schärfen.
Die statistischen Zahlen liefern das Fundament für unsere Infrastrukturmaßnahmen. Was sie nicht zeigen können, sind die Schicksale, die hinter jedem Verunglückten und Verkehrstoten stehen. Aus diesem Grund gilt es auch weiterhin visionär in die Zukunft zu blicken und gemeinsam an einem Strang zu ziehen um das Ziel zu erreichen, das lauten muss: Höchstmögliche Sicherheit für jeden einzelnen Verkehrsteilnehmer. In diesem Sinne bedanke ich mich aufrichtig bei allen Partnern, die mit Hochdruck daran arbeiten, dieses Ziel zu erreichen.
Unfallstatistik Niederösterreich 2008
Bushaltestellen
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Haltestellen sind die ständig sichtbare Einrichtung eines öffentlichen Verkehrssystems und somit die Visitenkarte des öffentlichen Nahverkehrs in der Gemeinde. Eine Haltestelle sollte daher sowohl in funktionaler als auch in ästhetischer Hinsicht diesen Anforderungen
entsprechen. Da die Errichtung einer Haltestelle vor allem für die betroffene Gemeinde Nutzen, aber auch Pflichten nach sich zieht, sollte auch seitens der Gemeinde die Chance zur Planung und Gestaltung übernommen werden. Bereits die Situierung der Haltestelle soll gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen gemäß den Verkehrsbedürfnissen in der Gemeinde überlegt werden.
Bushaltestellen
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Gender Mainstreaming und Mobilität in Niederösterreich
Gender Mainstreaming als Chancengleichheit für Frauen und Männer, soziale Randgruppen und benachteiligte Menschen ist in der niederösterreichischen Landespolitik fest verankert. Allein schon im Sinne unserer sozialen Verantwortung wurden diese Themen bislang in vielen Bereichen berücksichtigt. Darüber hinaus wird versucht, den Gedanken des Gender Mainstraming auch dort einzubringen, wo es bisher wenig Spielraum für Veränderungen gab. Das Thema Mobilität und Verkehr, das bereits durch das NÖ Landesverkehrskonzept umfassend behandelt wurde, mit dem Gender Mainstreaming zu verknüpfen, ist neu. Neu in Niederösterreich, aber auch erstmalig im gesamten deutschsprachigen Raum. Im vorliegenden Heft zur Schriftenreihe des NÖ Landesverkehrskonzepts wird den Unterschieden der Mobilität von Frauen und Männern nachgegangen. Wie kann eine gendergemäße Verkehrsplanung funktionieren, um den Verkehr zu optimieren und die negativen Umweltfolgen zu vermindern? Wo kann die Strategie des Gender Mainstreaming sinnvoll ansetzen? Das Ziel für diese Arbeit war es, die Aspekte aufzuzeigen und konkrete Handlungsweisen anzubieten. Dabei werden positive Beispiele aus Niederösterreich, Österreich und den Nachbarländern vorgestellt. Als Landeshauptmann freut es mich besonders, dass auch einige erfolgreiche Projekte aus Niederösterreich als „best practice“-Vorbilder genannt werden. Ich gratuliere herzlich zu dieser Initiative. Sie ist ein weiterer Beitrag zu mehr Chancengleichheit für Frauen und Männer.
Gender Mainstreaming und Mobilität in Niederösterreich
Halte- und Parkverbote
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Wo sind Halte- und Parkverbote erforderlich?
In Siedlungsgebieten mit aufgelockerten Bebauung und Dorfstraßen nur in äußerst seltenen Fällen. Hingegen erscheint die Regelung des ruhenden Verkehrs in zentralen Lagen durch Verordnungen meist als notwendig.
Begriffsbestimmung Halten
Halten ist „eine nicht durch die Verkehrslage oder durch sonstige wichtige Umstände erzwungene Fahrtunterbrechung bis zu zehn Minuten oder für die Dauer der Durchführung einer Ladetätigkeit“. In einem Halte- und Parkverbot ist ein zuvor definiertes Halten verboten. Das heißt, jeder freiwillige Fahrzeugaufenthalt, ausgenommen bei Vorrangverzicht, und jede Durchführung einer Ladetätigkeit ist untersagt. Wünsche nach Halte- und Parkverboten Durch geringe Überwachungsfrequenz, aber vor allem durch „eingebürgertes“ falsches Parkverhalten entstehen oft behindernde Situationen. Fußgänger müssen um Autos herumfahren, Autolenker selbst sehen nur ungenügend in eine Kreuzung ein etc. Deshalb wird in vielen Orten der Wunsch an die Gemeinde herangetragen, Halteund Parkverbote trotz Bestehen von allgemein gültigen Halte- und Parkverboten zu verordnen. …
Halte- und Parkverbote
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Mini-Kreisverkehre
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Sichere Kreuzlösung bei keinem bzw. nur geringem Flächenbedarf
Einsatzgrenzen: Die Kapazität der Mini-Kreisverkehre (Untersuchung von 18 Mini-Kreisverkehren in Deutschland) ist mit 15.000 Fahrzeugen pro Tag (Summe aller Zufahrten) begrenzt und abhängig vom Schwerverkehrsanteil, da ein passierender Lkw-Zug den Kreisverkehr für einige Sekunden blockiert. Die Verkehrsstärke in den schwächer belasteten Zufahrten soll mindestens 15 % bei Einmündung und mindestens 20 % bei Kreuzungen der Gesamtbelastung des Knotenpunktes betragen. Ausführung Mini-Kreisverkehre werden nach einem Wendekreis dimensioniert, den jedes Fahrzeug beschreiben kann (ausgenommen Einzeltypisierungen), d. h. mit einem Außendurchmesser von mind. 13 m (bis 25 m) erreicht. Die Kreisinsel wird entsprechend dem Innenwendkreis eines Pkw und überfahrbar ausgeführt. Die besten Akzeptanzergebnisse hinsichtlich Nichtüberfahrens durch Pkw-Lenker haben Kreisinseln, die mit einem ca. 4 cm hohen, abgerundeten Randstein von der Fahrbahn getrennt werden. Pkw fahren um die Kreisinsel, Lkw fahren über die Kreisinsel. Bei starkem Schwerverkehrsanteil ist die Kreisinsel entsprechend massiv auszubilden. …
Mini-Kreisverkehre
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Mobilität in Niederösterreich 2003
Ergebnisse der landesweiten Mobilitätsbefragung 2003
Die bereits in den letzten Jahren erkennbaren Trends im Mobilitätsbereich setzen sich konsequent fort – dies ergab unsere im Land Niederösterreich in Auftrag gegebene Mobilitätserhebung. So wirken sich zum Beispiel geänderte Lebensformen und -bedingungen auf das Mobilitätsverhalten der NiederösterreicherInnen aus. Durchschnittlich geringere Haushaltsgrößen, die Anpassung des Bildungsstandards von Männern und Frauen, steigender Wohlstand etc. ziehen nach sich, dass bereits 94 % aller niederösterreichischen Haushalte mindestens einen PKW zur Verfügung haben.
Die Quote des Führerscheinbesitzes und auch der PKW-Verfügbarkeit steigt, geschlechterspezifische Unterschiede sind vor allem bei jungen Menschen nicht mehr vorhanden. Generell wird die Wahl des Wohnortes vom Standort des Arbeitsplatzes immer mehr entkoppelt, da die Erreichbarkeiten auch peripherer Gebiete durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur laufend verbessert werden. Der noch neue Bereich der Verkehrstelematik gewinnt immer mehr an Bedeutung und nimmt Einfluss auf das Verkehrsverhalten der Menschen. Das Wissen um diese Trends ist für die Verkehrsplanung und Verkehrspolitik sehr wichtig. Nur so ist gewährleistet, dass wichtige Maßnahmen gemäß den Bedürfnissen der Menschen geplant und auf Basis dieser Planungen an den maßgeblichen Stellen die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
Das NÖ Landesverkehrskonzept ist ein Instrument, das Ziele und Maßnahmen zu einem verkehrspolitischen Handlungsrahmen vereint. Derzeit wird das 1997 beschlossene Konzept überarbeitet und an geänderte Rahmenbedingungen angepasst. Dies geschieht bereits auf Basis unserer aktuellen Mobilitätsdaten der niederösterreichischen Bevölkerung. Die vorliegenden Daten bestätigen auch Arbeitsprogramme, die wir bereits vor einiger Zeit begonnen haben. So wird z. B. das NÖ Park-and-Ride-Ausbauprogramm als sehr wichtig eingeschätzt. Das Projekt Verkehrssparen, das der Bewusstseinsbildung einen hohen Stellenwert einräumt, wird mit Daten, die den Verkehrsarten Radfahren und zu Fuß gehen hohe Potentiale ausweisen, belegt.
Durch die hohe Beteiligung und Mitarbeit der niederösterreichischen Haushalte liegt nunmehr eine fundierte Datenbasis für unsere zukünftige Arbeit im Verkehrsbereich vor. Dieses Wissen werden wir auch weiterhin gezielt zum Wohle der niederösterreichischen Bevölkerung einsetzen.
Mobilität in Niederösterreich 2003
Ergebnisse der landesweiten Mobilitätsbefragung 2003
Mobilitätshilfen
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Für die meisten Menschen ist Mobil sein eine Selbstverständlichkeit. Mobil sein ist die Grundvoraussetzung für das selbständige Meistern des Alltages. Es gibt aber in unserem Land Menschen, für die jeder Ortswechsel nur mit Aufwand durchgeführt werden kann. Im Jahre 2003 wurde bei einer Mobilitätserhebung festgestellt, das 8 % der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher wegen körperlicher Handicaps nur schwer am täglichen Leben teilnehmen können. Wer nicht direkt mit diesen Menschen zu tun hat, ob in der Familie, bei Freunden oder beruflich, kennt deren Sorgen und Bedürfnisse nicht.
Als Landeshauptmann möchte ich auch für jene Menschen eine Hilfe bieten, die mobilitätseingeschränkt sind und habe daher diese Broschüre in Auftrag gegeben. Sie soll eine Sammlung von verschiedenen Institutionen, Anlaufstellen, Behörden und Begünstigungen sein, die den Betroffenen helfen können und mit denen sich die Menschen in ihrer Umgebung besser bewegen können. Das Ziel dieser Broschüre ist es, Erleichterungen im mobilen Leben der gehandicapten Menschen in Niederösterreich, nicht nur im „Europäischen Jahr der Chancengleichheit im Verkehr 2007“, zu bringen. Diese Broschüre wird einen positiven Beitrag zur Förderung der individuellen Mobilitätsbedürfnisse der bewegungseingeschränkten Personen in Niederösterreich leisten.
Mobilitätshilfen
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Mobilitätshilfen - Teil 2
Planungsgrundlagen
Mobilität ist die Grundvoraussetzung, um selbständig den Alltag meistern zu können. Für die Meisten von uns ist Mobilität eine Selbstverständlichkeit! Jedoch können rund 8% der Niederösterreicher aufgrund körperlicher Handicaps nur unter erschwerten Bedingungen am täglichen Leben teilnehmen. Die folgende Broschüre beinhaltet Vorschläge, wie Hindernisse im Straßenraum beseitigt oder bei der Neuplanung vermieden werden können. In vielen Fällen sind es nur geringe bauliche Maßnahmen, die – bei rechtzeitiger Berücksichtigung – dazu beitragen können, behinderten Menschen den Weg zur selbständigen Fortbewegung zu ermöglichen. In ländlichen Gebieten, außerhalb der zentralen Ortsbereiche, stehen viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen vor dem Problem, dass Räume nicht überwunden werden können. Es liegt an uns allen, Raumbarrieren zu entschärfen. Die in dieser Broschüre beschriebenen Maßnahmen sollen Menschen helfen, die besonders sensibel auf ihr Umfeld reagieren: Insbesondere jene, die auf den Rollstuhl angewiesen sind und Menschen mit Seheinschränkungen. Die vorliegende Broschüre ist ein Beitrag, um bei Neuplanungen die richtigen Schritte zu setzen. Als primäre Anlaufstelle für Fragen der Bürger steht in erster Linie die jeweilige Gemeinde oder der Magistrat zur Verfügung. Sollten andere Stellen zuständig sein, werden Sie sicher richtig verwiesen.
Mobilitätshilfen - Teil 2
Planungsgrundlagen
Gestaltung von Orientierungssystemen im Ortsgebiet & Leitfaden für Ankündigungen im Ortsgebiet
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Ein einheitliches Prinzip bei der Gestaltung von innerörtlichen Orientierungs- bzw. Leitsystemen in Niederösterreich soll es Besuchern erleichtern, sich spontan und sicher zurechtzufinden. Ziele sind neben der Verbesserung der Orientierung auch die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Belebung der Ortszentren und damit der lokalen Wirtschaft. Die folgenden Fragen dienen auch zur Beurteilung der Förderungswürdigkeit von Leit- bzw. Orientierungssystemen.
Gestaltung von Orientierungssystemen im Ortsgebiet & Leitfaden für Ankündigungen im Ortsgebiet
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Radfahren im Alltag in Niederösterreich
"Es geht nicht um den Bau von Radwegen, sondern ums Radfahren."
„Ja, wir san mit’m Radl da!“ war ein verbreiteter Schlager in meiner Jugendzeit. Leider ist er im Laufe der Jahrzehnte verstummt, denn hat man damals noch die meisten Wege mit dem Rad zurückgelegt, wird im Zuge der zunehmenden Motorisierung unseres Alltags das Radfahren vom Großteil der Bevölkerung nur noch als sportliche Aktivität gesehen. Radfahren ist allerdings weit mehr als Sport, und einmal aufs Rad zu steigen zieht eine regelrechte Kette von positiven Aspekten nach sich: Radfahren ist zunächst eine kostengünstige Gesundheitsvorsorge, denn wie man weiß, ist regelmäßige Bewegung ein wesentliches Kriterium für einen gut funktionierenden Organismus. Ein Einkauf per Fahrrad kann also vielleicht eine Schachtel Pillen weniger bedeuten.
Je mehr Menschen dieses Gesundheitsrezept befolgen, desto stärker ist auch der Impuls des Alltagsradelns für die Orts- bzw. Stadtkernbelebung. Dabei kommen gleich mehrere Aspekte zum Tragen, denn Radfahrerinnen und Radfahrer sind kommunikativ – immerhin lässt sich das Fahrrad kurzfristig für einen kleinen Plausch stoppen, ohne gleich zum Hindernis zu werden, und auch die oft lästige Parkplatzsuche entfällt. Das bedeutet weiters eine Stärkung des sozialen Gefüges im Ort, was umso mehr an Bedeutung gewinnt, wenn man die generationsverbindende Wirkung des Radfahrens bedenkt, da diese Betätigung eigentlich allen Altersgruppen offensteht. Auch der Handel im Ortskern gewinnt, da mit dem Rad eher der kurze Weg ins Ortszentrum statt der weitere Weg zum Einkaufszentrum am Ortsrand gewählt wird. Alltagsradfahren stärkt also damit in massivem Ausmaß die lokale Wirtschaft. Schließlich vermindern mehr Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Straße aber auch den motorisierten Individualverkehr, was einen reduzierten Ausstoß von Treibhausgasen bewirkt, nicht nur aufgrund des umweltfreundlichen „Treibstoffs Muskelkraft“, sondern auch, weil mit dem Rad Ziele bewusster angesteuert werden als mit dem Auto.
Somit ist Radfahren im Alltag auch ein wesentlicher Beitrag zu Klima- und Umweltschutz. Radfahren ist also praktisch, schnell, kostengünstig und hat absolute Vorbildwirkung. Vorbild zu sein, ist dabei ein Auftrag an die gesamte Bevölkerung. Die Gemeinden müssen dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Es genügt nicht, Radwege zu bauen, das kann nur ein erster Schritt sein und erweist sich oft als Fehlinvestition, wenn sich keine Benutzer finden. Es gilt vielmehr, die Bewohnerinnen und Bewohner zum Radfahren im Alltag zu motivieren, Radfahren muss wieder „in“ werden – im Interesse jeder bzw. jedes Einzelnen und im Interesse der Erhaltung unseres Lebensraums.
Radfahren im Alltag in Niederösterreich
"Es geht nicht um den Bau von Radwegen, sondern ums Radfahren."
Schulwegsicherung - Schulwegpolizei/Schülerlotsen
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Wie sicher ist der Schulweg? – Fußgängerunfälle
Betrachtet man das Unfallgeschehen so ereignen sich zu Schulbeginn in der Zeit von 7 bis 8 Uhr die meisten Unfälle mit Kindern als Fußgänger. Zu Schulende in der Zeit zwischen 11 und 14 Uhr ist wieder ein Anstieg der Unfallzahlen festzustellen. Die hohen Unfallanteile am Nachmittag sind in Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten und damit verbunden mit vermehrtem Aufenthalt im Straßenraum zu sehen. Die Sicherung des Schulweges ist eine wichtige Aufgabe um unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren des Straßenverkehrs zu schützen.
Schulwegsicherung - Schulwegpolizei/Schülerlotsen
Umsetzungsempfehlungen des Landes Niederösterreich
Siedlungsstrassen im ländlichen Raum
Der vereinfachte Strassenquerschnitt: Gedanken und Vorschläge von DI Christoph Westhauser und DI Stefan Schmid.
Die heutige Situation: Erschließungsstraßen in Siedlungsgebieten ländlicher Gemeinden werden heute trotz des geringen Verkehrsaufkommens meist mit beidseitigem Gehsteig und zwei Richtungsfahrbahnen ausgestattet. Der gesamte Straßenquerschnitt wird mit einer Asphaltdecke versehen und Hochborde trennen die ebenfalls massiv befestigten Gehsteige von der Fahrbahn. Solche Straßen verleiten einerseits zum Fahren mit erhöhter Geschwindigkeit, andererseits wird der Gehsteig von den Fußgängern oft nicht benützt. Neben den negativen Umwelteffekten, die durch die Versiegelung entstehen (Bodenverbrauch, erhöhte Abwasserbelastung, Verlust natürlichen Lebensraums), führt dies zu unnötig hohen Herstellungs- und Erhaltungskosten. Das gewünschte Bild einer „Siedlung im Grünen“ stellt sich
ebenfalls nicht ein.
Siedlungsstrassen im ländlichen Raum
Der vereinfachte Strassenquerschnitt: Gedanken und Vorschläge von DI Christoph Westhauser und DI Stefan Schmid.
Sprit sparend Fahren
Empfehlungen des Landes Niederösterreich
Wir leben in einem Zeitalter, in dem die motorisierte Mobilität eine große Rolle spielt. Wir fahren von unserem Wohnort zum Arbeitsplatz und wieder zurück, und wir verbringen auch einen Teil unserer Freizeit außerhalb unseres Wohnortes. Wir sind es gewohnt, motorisiert mobil zu sein. Der Kfz-Verkehr ist ein Teil unserer Lebensqualität, weil wir uns so das Angebot an Arbeitsplätzen und auch unsere Freizeitbeschäftigungen besser aussuchen und einteilen können. Andererseits ist es auch der Kraftfahrzeugverkehr, der Nachteile für die Umwelt und für die Menschen, die entlang der stark befahrenen Straßen leben, mit sich bringt. Wir haben es uns im NÖ Landesverkehrskonzept zur Aufgabe gemacht, die sinnvolle Mobilität zu fördern und gleichzeitig unnötigen Verkehr zu vermeiden.
Unter den Prämissen
• Vermeiden
• Verlagern
• Verbessern
• Fördern
sind die Ziele Vermeiden und Verlagern stets vorrangig. Unter dem Aspekt, den notwendigen Verkehr umweltschonend und verkehrssicher abzuwickeln, ist aber natürlich auch die Motivation und Ausbildung zu einem energiesparenden und umweltschonenden Fahrstil ein wesentlicher Bestandteil des NÖ Landesverkehrskonzeptes. Der Verkehr mit Kraftfahrzeugen kann auch mit der modernsten Fahrzeugtechnik nicht umweltfreundlich sein. Helfen Sie daher durch die modernsten Fahrtechniken mit, dass der Kraftfahrzeugverkehr wenigstens möglichst umweltschonend ist. Wenn Sie umweltbewusst mobil sind, können Sie jährlich eine Treibstoffmenge einsparen, die für bis zu ca. 2.000 zusätzliche Kilometer reicht. Gleichzeitig sind Sie auch entspannter, stressfreier und somit sicherer unterwegs. Könner kommen weiter: Erfahren Sie im Sinne des Wortes den Unterschied! Dazu lade ich Sie sehr herzlich ein.
Sprit sparend Fahren
Empfehlungen des Landes Niederösterreich
NÖ Strategie Verkehr
Seit 1991 haben die NÖ Landesverkehrskonzepte und Strategien durch die konsequente Verfolgung der Inhalte zu einem beachtlichen Umsetzungserfolg geführt. Die in den Konzepten präzisierten Infrastrukturmaßnahmen sind größtenteils umgesetzt bzw. ist deren Realisierung kurz- bis mittelfristig vertraglich fixiert. Damit ist eine solide Basis für darauf aufbauende organisatorische und betriebliche Maßnahmen geschaffen. Deren Verwirklichung im Sinne der übergeordneten Ziele der Verkehrsentwicklungsplanung stößt jedoch immer stärker an die enger werdenden Grenzen der Finanzierung. Davon sind insbesondere zwei Problembereiche betroffen, der Ballungsraumverkehr rund um Wien und die Grundversorgung dieser Region durch Öffentlichen Verkehr. Es wird Aufgabe der Verkehrsentwicklungsplanung der nächsten Jahre sein, dieses Problem anzugehen. Hier ist insbesondere bei den organisatorisch/institutionellen Rahmenbedingungen unter Nutzung der von der EU ausgehenden Liberalisierung von Verkehrsleistungen anzusetzen.
In der vorliegenden NÖ Strategie Verkehr werden jene Maßnahmen entwickelt, die zur Lösung der verbliebenen alten, aber auch der neuen Herausforderungen beitragen können. Dazu muss dem Trend der Zukunft im Verkehrswesen nachgespürt werden, um mit entsprechenden Strategien und Maßnahmen flexibel darauf eingehen zu können.
In diesem Zusammenhang ist die ständige Aktualisierung der Prognosen zum Personen- und Güterverkehr erforderlich, auf deren Grundlage die Strategien für die einzelnen Verkehrsträger und Sachgebiete überprüft und fortgeschrieben werden können. Im konzeptionellen Bereich wird sich die Verkehrsentwicklungsplanung vermehrt den organisatorischen und betrieblichen Maßnahmen zuwenden und eine stärkere räumliche und funktionelle Differenzierung der Maßnahmen vornehmen. Dabei wird insbesondere auf die Schaffung gleichwertiger Mobilitätschancen von Frauen und Männern geachtet.
Optimierungen der Abläufe bei allen Verkehrsträgern und Verkehrsmitteln, das Ausloten der Alternativen unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und ein vertieftes Eingehen auf die Möglichkeiten der Telematik zur zielorientierten Beeinflussung der Mobilität, waren daher die Schwerpunkte der Arbeiten für die vorliegenden NÖ Strategie Verkehr.
NÖ Strategie Verkehr
Telekommunikationsinfrastruktur Konzept 2003
Wie einst die Lage an einem schiffbaren Gewässer oder der Eisenbahnanschluss Voraussetzung für die Entwicklung industrieller Unternehmen war, so ist heute der Zugang zu Telekommunikations-Infrastruktur mit großer Bandbreite für viele Betriebe unverzichtbar. Das Fehlen ausreichender Anschlussqualität ist ein mitunter entscheidender Konkurrenznachteil. Das Land Niederösterreich hat dies erkannt. Gerade im Hinblick auf die EU Erweiterung ist rasches Handeln geboten, da die Ausstattung der kleinen und mittleren Unternehmen mit Informations- und Kommunikationstechnologie in den Beitrittsländern auf technisch hohem Niveau ist. Eine entsprechende Telekommunikations-Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass der Wirtschaftsstandort Niederösterreich konkurrenzfähig bleibt. Der Ausbau der Telekommunikations-Infrastruktur hat die gleiche Bedeutung wie der Ausbau der Bahn- und Straßeninfrastruktur. Diesem wichtigen Thema wurde daher ein eigenes Heft zum NÖ Landesverkehrskonzept gewidmet. Es gibt den Handlungsrahmen für die nächsten Jahre vor.
Telekommunikationsinfrastruktur Konzept 2003
„Tempo 30“ auf Gemeindestraßen
Ein Leitfaden zur Verkehrsberuhigung
Verkehrsberuhigung ist ein heute häufig verwendetes Schlagwort – sowohl zur Manifestierung von Forderungen als auch zur Umschreibung von Maßnahmen. Wie bei vielen Schlagworten wird es oftmals auch gebraucht, ohne daß die daraus resultierenden Konsequenzen, aber auch die sich bietenden Möglichkeiten tatsächlich bekannt sind.
In dieser kurzen Einführung soll daher in groben Zügen auf die Ziele und Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung, aber auch auf die daraus resultierenden Anforderungen und vor allem die Folgewirkungen auf den gesamten Fahrzeugverkehr eingegangen werden. Gleichzeitig soll ein kleiner Leitfaden angeboten werden, in welcher Form bei der Setzung verkehrsberuhigender Maßnahmen sinnvollerweise vorzugehen ist.
„Tempo 30“ auf Gemeindestraßen
Ein Leitfaden zur Verkehrsberuhigung
Verkehrssicherheitsarbeit in Niederösterreich
Rückblick und Ausblick
Täglich nehmen wir in unterschiedlicher Art und Weise am Verkehrsgeschehen teil. Sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder mit einem Kraftfahrzeug. Damit sind wir jeden Tag aufs Neue der Gefahr ausgesetzt, durch eigenes oder fremdes Verschulden auf unseren Straßen zu verunglücken. Niederösterreich hat sich bereits vor vielen Jahren das Ziel gesetzt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Im Jahre 1991 wurden erstmals Ziele und Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit festgelegt. Das war das erste Niederösterreichische Landesverkehrskonzept. Nach 16 Jahren intensiver Arbeit ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen, aber auch für die Zukunft die Weichen neu zu stellen. Das vorliegende Heft zur Verkehrssicherheitsarbeit der letzten 16 Jahre in Niederösterreich soll Ihnen einerseits zeigen, welche Maßnahmen in Niederösterreich gesetzt wurden und andererseits einen Ausblick auf die zukünftig geplante Verkehrssicherheitsarbeit geben. Die Erfolge der Verkehrssicherheitsarbeit der vergangenen Jahre zeigen jedenfalls deutlich, dass Niederösterreich den richtigen Weg eingeschlagen hat. Durch erfolgreiche Verkehrssicherheitsarbeit konnten die Unfallzahlen gesenkt werden und viele Personen vor Unfällen im Straßenverkehr bewahrt werden.
Verkehrssicherheitsarbeit in Niederösterreich
Rückblick und Ausblick
VORRANG - Magazin für Mobilität in Niederösterreich
Ausgabe Frühjahr 2009
Jeder redet davon – aber viel zu wenige Menschen tun es: Man würde ja gerne mit der Bahn oder mit dem Bus in die Arbeit fahren, weil es bequem ist und weil es für unser Klima auch viel besser wäre. Tatsächlich findet man aber immer wieder Gründe dafür, das öffentliche Verkehrsangebot zu meiden und doch wieder ins Auto einzusteigen: Zu
wenige Verbindungen, zu lange Wartezeiten, zu teuer. Stimmt nicht, zumindest nicht ganz. Natürlich, noch funktioniert im öffentlichen Verkehr nicht alles perfekt. Das hat sich zuletzt auch in der Diskussion rund um den neuen Winterfahrplan gezeigt. Aber das Land Niederösterreich hat sich massiv und auch erfolgreich bei den ÖBB dafür eingesetzt, Einsparungen zurückzunehmen, die eine Verschlechterung für die PendlerInnen mit sich bringen würden.
Aber eines muss deutlich gesagt werden: Das Angebot ist besser als sein Ruf. Es gibt schon jetzt ausreichend Taktverbindungen, ausgeklügelte Bussysteme – und Ideen en masse, wie man das Angebot noch besser machen kann. Das neue Magazin „Vorrang“ hat sich zum Ziel gesetzt, regelmäßig über die breite Angebotspalette im öffentlichen Verkehr in Niederösterreich zu informieren und Vertrauen für Bus, Bahn & Co. zu schaffen. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit – und Sie werden sehen, dass die Öffentlichen viele Vorzüge haben!
Inhalt:
- Fahrgastboom: Attraktive Angebote machen den öffentlichen Verkehr interessant.
- Park & Ride: Die Hälfte aller Park & Ride-Plätze - Österreichs steht in Niederösterreich.
- Compano: Über 1300 PendlerInnen nutzen die neue Mitfahrbörse im Internet.
- Meilenstein: Die Neue Westbahn reduziertdie Fahrzeit zwischen Wien und St. Pölten
auf 25 Minuten.
- Schöner Bahnhof: 19 Bahnhöfe werden in Niederösterreich um- und neu gebaut.
- Der Wolf: Mit dem Lup hat St. Pölten ein modernes Argument für den Nahverkehr.
- Wieselflink: 700.000 Fahrgäste im Jahr „wieseln“ im Bus quer durch das Land.
- Zukunft: Von der Güterzugumfahrung bis zum Ausbau der Südbahn – was in
naher Zukunft realisiert wird.
- Stille Bahn: Das Land investiert massiv in den Ausbau von Lärmschutzwänden.
VORRANG - Magazin für Mobilität in Niederösterreich
Ausgabe Frühjahr 2009
Die Wohnstraße
Ein Leitfaden zur Verkehrsberuhigung – Teil 2
Wohnstraßen sind eine Möglichkeit der Verkehrsberuhigung, von der schon relativ lange Gebrauch gemacht wird. Im Gegensatz zur Zonenbeschränkung, bei der es sich nur um eine Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit handelt, hat eine Verordnung als Wohnstraße für den betroffenen Straßenzug weit stärkere Einschränkungen zur Folge. Erfahrungen der letzten zwei bis drei Jahrzehnte haben gezeigt, dass der Einsatz von Wohnstraßen im untergeordneten Straßennetz oftmals ohne Kenntnis der Erforderlichen Voraussetzungen aber auch der entstehenden Konsequenzen erfolgt ist.
In vielen Fällen werden mit dem Schlagwort „Wohnstraße“ auch falsche Hoffnungen der Anrainer verbunden. Es soll daher hier überblicksartig auf die Voraussetzungen und Möglichkeiten der Wohnstraßen, aber ebenso auf die entsprechenden Anforderungen und die entstehenden Folgewirkungen eingegangen werden. Ebenso soll anhand dieses Leitfadens eine Hilfestellung angeboten werden, wie bei der Einrichtung von Wohnstraßen am sinnvollsten vorzugehen ist. Der Typ der Wohnstraße entstand Ende der sechziger Jahre im niederländischen Raum. Dort stand man vor einem Problem: schmale Siedlungsstraßen mit dichter, kleinteiliger Bebauung – oft ohne Abgrenzung zu Straße – bei gleichzeitig stark steigender Motorisierung. Es galt somit, einen Weg für ein vernünftiges Miteinander zu finden.
Aus dieser Situation heraus wurde das System der Wohnstraße entwickelt, das einerseits Einschränkungen für den Kraftfahrzeugverkehr zugunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer brachte, andererseits aber trotzdem eine Erschließung auch durch Kraftfahrzeuge gewährleistete.
Die Wohnstraße
Ein Leitfaden zur Verkehrsberuhigung – Teil 2
Mobilität in Niederösterreich 2008
Ergebnisse der landesweiten Mobilitätsbefragung 2008
Bereits 2003 wurde in Niederösterreich eine Mobilitätserhebung durchgeführt. Damals habe ich den Auftrag gegeben diese alle 5 Jahre zu wiederholen, um so Datengrundlagen zu haben die es ermöglichen, auf die geänderten Lebensformen der Niederösterreicherinnen und Niederrösterreicher zu reagieren. Dabei liegen nun mit diesem Heft die Daten von 2008 vor. Es hat sich gezeigt, dass die Menschen über 65 Jahre viel mobiler geworden sind – vor allem wird das eigene Auto viel häufiger verwendet. Dies liegt einerseits daran, dass diese Generation bereits mit dem Auto aufgewachsen ist und andererseits, dass die älteren Mitmenschen gesünder sind als noch vor 5 Jahren. Eine zweite Entwicklung ist aufgefallen: Die Jugend fährt immer weniger mit dem Rad. Scheinbar haben die Eltern Angst ihre Kinder mit dem Rad fahren zu lassen und eine immer stärkere Spezialisierung der Schulen hat dazu geführt, dass die Schulwege immer länger geworden sind und nicht mehr mit dem Rad zurückgelegt werden können.
Die nun geschaffenen Datengrundlagen – die sicherlich sehr „trocken“ zu lesen sind – benötigen vor allem die Fachleute um notwendige Veränderungen im Verkehrsbereich vorschlagen zu können. So war bereits die letzte Erhebung eine wichtige Grundlage für das NÖ Klimaprogramm, weil geeignete Maßnahmen ausgearbeitet werden konnten, die dann von der Landesregierung beschlossen worden sind.
Die nächste Erhebung im Jahr 2013 wird zeigen, wie die nun in Umsetzung befindlichen Maßnahmen im Öffentlichen Verkehr, die mit großem finanziellen Aufwand durchgeführt werden, von der Bevölkerung angenommen werden. Es gibt 2008 vertiefende Ergebnisse im Südlichen Mostviertel, im Waldviertel und im Tullnerfeld. 2013 wird in diesen Regionen die Erhebung wiederholt. Ich bin schon gespannt darauf, wie sich das Verkehrsverhalten der Bevölkerung verändern wird und ob der qualitativ hochwertige Öffentliche Verkehr in diesen Regionen angenommen werden wird.
Mobilität in Niederösterreich 2008
Ergebnisse der landesweiten Mobilitätsbefragung 2008
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